Um einen Keilrahmen selber zu bauen, benötigt man geeignete Leisten. Diese zeichen sich durch zwei Besonderheiten aus:
- ihr besonders Profil
- ihre Steckverbindung an den Ecken
Das Profil einer Keilrahmenleisten hat an einer Kante eine rund gewölbte Erhöhung, die ca. 2-4 Millimeter absteht. Dieser runde Grat bildet die äußere Kante des Rahmens, über die die Leinwand gespannt wird. Dank der Erhöhung liegt der stramm gespannte Bildträger nicht auf der Holzleiste auf - sonst würde beim Malen durch den Druck des Pinsels eine störende Kante auf der Bildfläche entstehen.
Keilrahmenleisten-Ecken
Die Ecken von Keilrahmenleisten sind so bearbeitet, dass man sie stramm ineinander schieben kann.
Stabilität gewinnt der Keilrahmen dann durch die Bespannung. Mit Hilfe von Hartholz-Keilen kann man den Rahmen nachspannen. Die mit einem Hammer hineingetriebenen Keile drücken die Leisten auseinander.
Keilrahmen kaufen - was beachten?
Bei Amazon findet man den Anbieter "Generisch", bei dem man Keilrahmenleisten kaufen kann. Sie sind entweder 2 cm oder 4 cm stark. Die Länge kann man zwischen 20 und 110 cm in 10er-Schritten frei wählen. Bitte bedenken Sie, dass sie für einen Keilrahmen 4 Leisten benötigen, von denen jeweils 2 gleich lang sein müssen. Also für das Format 40 x 50 cm benötigt man 2 Leisten a 40 cm und 2 Leisten a 50 cm. Die Keile zum Nachspannen werden mitgeschickt. Ein Klick auf einen Preis in der folgenden Liste öffnet die Amazon Deteilseite - dort muss man die gewünschte Länge und die Anzahl der leisten einstellen. Der angegebene Preis ist eventuell missverständlich: er berechnet sich letztlich nach der Anzahl und Länge der gewählten Leisten.
Produktname | Produktinformationen | Abbildung |
Verschiedene Leisten-Arten
Es gibt eine Reihe verschiedener Leistenprofile für Keilrahmen, die nicht miteinander kompatibel sind. Ja nach Hersteller und Region werden verschiedene Hölzer benutzt. Aber vor allem unterscheiden sich die Profile der Leisten - sowohl hinsichtlich ihrer Maße als auch hinsichtlich der Höhe von Nut und Feder an den Ecken.
Die Qualität eines Keilrahmens liegt letztlich in der Qualität des Holzes. Holz arbeitet (reagiert auf die Luftfeuchtigkeit) und kann sich im Laufe der Jahre verziehen. Je länger das Holz lagert, um so größere die Wahrscheinlichkeit, dass gerade Leisten auch gerade bleiben.
Häufig werden bei Keilrahmen zwei Holzleisten mit gegenläufiger Maserung aneinander geleimt. Die natürliche Spannung des Holzes wird so neutralisiert. In 90% der Fälle gelingt das auch ganz gut, aber wenn man Leisten für Keilrahmen kauft oder bestellt, wird man feststellen, dass immer mal die eine oder andere nicht wirklich gerade ist. Je größer das Format, um so stärker wirkt sich das aus. Eine verzogene Leinwand steht einfach an einer Ecke von der Wand ab.
Es empfiehlt sich, einen eigenen Vorrat an Keilrahmenleisten zu haben und diese wenigstens ein Jahr lang trocken zu lagern. Wenn man dann geeignete Leisten für ein neues Bild heraussucht, kann man die Spreu vom Weizen trennen und nur die wirklich gute Leisten benutzen.